Icons im Corporate Design 
Informationswert oder hübsches Bild

Creative Director Sebastian Kirmse spricht in der PAGE 12/16 über die Icon-Entwicklung für Atotech und Axoom.

 

Sie sind überall: Icons, Piktogramme, Emojis – aber längst nicht immer erfüllen sie auch ihre Funktion. Wo liegen die Changen, wo die Grenzen beim Einsatz von Icons? Und was ist bei ihrer Gestaltung zu beachten? Icons im Corporate und UX Design lautet das Titelthema des Magazins PAGE 12/16. wirDesign Creative Director Sebastian Kirmse spricht in der PAGE über die Icon-Entwicklung  für die Kunden Atotech und Axoom.

»Es gibt zunehmend Erscheinungsbilder, die ein Icon einem Keyvisual vorziehen. Weil Piktogramme Zeitgeist sind und eine Lebens- und Informationswelt zitieren, in der wir uns täglich bewegen, wie zum Beispiel iOS 10«, sagt Sebastian Kirmse, Kreativdirector bei wirDesign in Berlin. »In diesem Fall ist das Icon ein ästhetisches Keyvisual ohne Informationswert.« Sobald Marken ihr Geschäft in den digitalen Raum verlagern, mit Apps, Shops oder dem Internet of Things, brauchen sie Piktogramme jedoch als Informationsvermittler. Mit typografischen Umsetzungen allein kommt man hier nicht allzu weit.

Gleiches gilt, wenn es, wie bei Atotech – einem international tätigen Chemieunternehmen, das Leiterplatten und andere Oberflächen beschichtet – , um komplexe Zusammenhänge geht. Diese sollten medienübergreifend auf kleinstem Raum kommuniziert werden. wirDesign schuf dafür ein Piktogrammsystem, das die Spezialanwendungen visualisiert – aber auch zum Erscheinungsbild passt.

»Natürlich kann ein Icon mit seinen geringen Dimensionen und seinem Minimalismus nicht hundertprozentig markenspezifisch sein. Aber man kann Corporate-Design-Elemente zitieren. Winkel, Strichstärken oder Rundungen zum Beispiel, sodass der Gesamteindruck auch mit der Hausschrift harmoniert«, erklärt Sebastian Kirmse. Von einfacheren Zeichen wie männlich oder weiblich leitete das Team formale Kriterien ab und übertrug sie anschließend auf komplexere Darstellungen, zum Beispiel den Prozess des Galvanisierens. An einigen Bildzeichen arbeiteten die Kreativen zwei, drei Wochen, wobei sie zwischendurch immer wieder Tests durchführten, ob die Atotech-Mitarbeiter sie auch wirklich verstehen.

 

Lesen Sie den gesamten Beitrag in der aktuellen PAGE 12/16 ab Seite 18. 

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