13. Dezember 2013

Unkonventionelle Geschäftsberichte der SWM

Das ew Magazin für die Energiewirtschaft stellt in seinem Stadtwerke-Spezial (Ausgabe II/2013) die ungewöhnlichen Geschäftsberichte der Städtischen Werke Magdeburg (SWM) vor.

ew Magazin Ausgabe II/2013 – Stadtwerke-Spezial

Liebe, Größe, Haltung: Die unkonventionellen Geschäftsberichte der Städtischen Werke Magdeburg

Love is all you need
Die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) veröffentlichen einen Geschäftsbericht rund ums das Thema »Liebe«

Die Beziehungen der SWM zu ihren Mitbewerbern und Eigentümern, Kunden und Mitarbeitern stehen im Mittelpunkt des Geschäftsberichts 2012. »Liebe« lautet sein Titel. Kurz, prägnant, ausdrucksstark. Und er macht neugierig. In acht Kapiteln werden die verschiedenen Facetten der Liebe auf das Zusammenwirken der SWM mit ihren Partnern übertragen. Mit diesem emotionalen Thema demonstrieren die SWM nicht zum ersten Mal ihre Entschlossenheit, nach ungewöhnlichen Wegen zu suchen und diese auch konsequent zu beschreiten.

Anne-Kathrin Beyer, Bereichsleiterin Marketing der SWM: »Auf den ersten Blick hat das Motto unseres diesjährigen Geschäftsberichts nichts mit unserem Geschäft zu tun. Wir verkaufen Strom, Gas, Wasser, Wärme – wo bleibt da die Liebe? Auf den zweiten Blick sind es aber gerade die Beziehungen, die nicht nur unser zwischenmenschliches, sondern auch unser geschäftliches Denken und Handeln bestimmen. Unser zwanzigjähriges Jubiläum war ein willkommener Anlass, innezuhalten und darüber nachzudenken, was das Unternehmen ausmacht und worauf die Beziehungen zu unseren Partnern und Kunden beruhen. Wir stellen uns in den Dienst der Stadt Magdeburg und sind eng mit der Region und den Menschen verbunden. Dabei sind wir mutig, unkonventionell, leidenschaftlich und oft auch anders als die anderen Stadtwerke. In den letzten beiden Geschäftsberichten haben wir uns mit ›Haltung‹ und ›Größe‹ befasst, uns also auf unsere Werte besonnen. Das setzen wir mit ›Liebe‹ nun fort. Das mag für manche philosophisch wirken, zu uns passt es.«

Das für den Geschäftsbericht 2012 ausgewählte Leitmotiv überrascht und fasziniert gleichermaßen. Der Titel »Liebe« allein genügt, um die transparente Schutzfolie aufzureißen. Derart entblättert, beschreibt der Report in acht Kapiteln ganz unterschiedliche Aspekte wie Vertrauen, Ehrlichkeit und Ehe, aber auch Attraktivität, Spannung, Eifersucht und Krise. Und natürlich spielt auch die Lust eine Rolle. Bei den SWM äußert sie sich in der Förderung des Nachwuchses. »Wir haben Lust auf Nachwuchs und wir schaffen Bedingungen, die Lust machen, bei uns zu arbeiten«, heißt es im dazugehörigen Kapitel.

Die Liebe ist das Licht des Lebens. Mit der Ehe kommt die Stromrechnung.
Kontinuität und Verlässlichkeit sind eine gute Basis für eine stabile Beziehung. Darum dreht sich im Kapitel Ehe alles um die technische Stabilität und die stabile Partnerschaft zwischen den SWM und ihrer Stadt. Hier erläutern die SWM, wie sie sich für eine funktionierende Netzinfrastruktur engagieren und welche Investitionen sie dafür leisten.

Auch für die Beziehung zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden gilt: Ehrlichkeit zahlt sich aus. Aber wie viel verträgt eine Liebe? Die SWM sind überzeugt, dass sie umso intensiver wird, je ehrlicher man dem geliebten Menschen gegenüber ist. Anne-Kathrin Beyer: »Ehrlichkeit ist Bestandteil unserer Strategie 2020. Sie gilt sowohl nach außen beim Dialog mit unseren Kunden als auch für die interne Kommunikation. Wir haben uns den sozialen Kanälen geöffnet, die ganz stark vom offenen und ehrlichen Dialog leben. So konnten wir beispielsweise beim Thema Preisänderung zeigen, dass wir es ernst meinen mit der Ehrlichkeit. Auf Facebook haben wir die Gründe für den Anstieg erläutert und den höheren Preis klar und eindeutig dargelegt. Diese Ehrlichkeit wurde letztlich honoriert.«

Die Braut hübsch machen.
Ob der schöne Schein das hält, was er verspricht, zeigt sich in der Liebe oft erst später. Im Kapitel Attraktivität erklären die SWM, dass vor allem die Qualität passen muss: Durch Service vor Ort, leistungsstarke Produkte und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Den SWM kommt es vor allem auf den Servicemehrwert an, von dem ihre Kunden profitieren. In Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel wurde das Vertriebsgebiet für das Strom- und Gasprodukt SC Turbine kontinuierlich erweitert. So wurden die SWM auch für Neukunden attraktiv.

Zuweilen gehört zur Liebe auch die Eifersucht. Unter dieser Überschrift machen die SWM deutlich, dass sie es nicht krumm nehmen, wenn sich Kunden umsehen und – häufig aus Kostengründen – zu einem anderen Anbieter wechseln. Anne-Kathrin-Beyer dazu: »Von diesem Discountermarkt setzen wir uns bewusst ab. Wir sind direkt vor Ort mit unserem Kundencenter erreichbar und bieten persönliche Ansprechpartner. Aber Wettbewerb ist richtig und wichtig! Gerade sind wir als erstes Stadtwerk dem Verband der Neuen Energieanbieter beigetreten. Wir dürfen uns nicht auf unseren Erfolgen ausruhen, sondern müssen ständig daran arbeiten, immer besser zu werden. Deshalb stellt nicht zuletzt auch das Beschwerdemanagement einen wichtigen Baustein unserer Servicementalität dar. Und wo wir schon bei den Schattenseiten einer Beziehung sind: Im Kapitel Krise reden wir über die Verunsicherung unserer Kunden aufgrund der steigenden Energiepreise. Hier sind wir als SWM gezwungenermaßen immer wieder die Überbringer schlechter Nachrichten. Allerdings lassen wir unsere Kunden nicht im Regen stehen und zeigen ihnen Alternativen zur Kostenfalle auf.«

Bekenntnis zum Standort Magdeburg – eine echte Herzensangelegenheit.
Wer Vertrauen schaffen will, muss Verantwortung übernehmen. Davon ist Anne-Kathrin Beyer überzeugt: »Wir meinen: Vertrauen fordert nicht nur Worte, sondern echtes Engagement. Wir sind stolz auf unsere Stadt und tragen dazu bei, ihr in der Region wie in ganz Deutschland ein Gesicht zu geben. Wir unterstützen sie mit zahlreichen Initiativen und Sponsoringaktionen. Seit der Gründung haben wir uns als regionaler Energieversorger für Magdeburg stark gemacht, denn unsere Heimatstadt liegt uns am Herzen. Aufträge vergeben wir – wann immer möglich – in der Region. Und auch unsere Kunden geben uns hervorragende Noten in Sachen Vertrauenswürdigkeit.«

Im achten und letzten Kapitel des Geschäftsberichts geht es um Spannung und darum, eine Beziehung lebendig zu halten. Denn manchmal müssen in die Jahre gekommene Beziehungen aufgepeppt werden, das wissen auch die SWM. Anne-Kathrin Beyer: »Strom ist Strom, über seine Eigenschaften können wir uns im Markt kaum differenzieren. Umso wichtiger ist der direkte Draht zum Kunden. Wir brauchen ständig neue Impulse und Ideen, um unsere Kundenbeziehungen spannend zu gestalten – sozusagen, um Leben in die Bude zu bringen. Deshalb sind wir durch regelmäßige Marktforschungen mit einem Ohr dicht am Kunden und beobachten gleichzeitig neue Trends.«

Gestaltung, die auffällt.
Genauso vielfältig wie die Inhalte sind die gestalterischen Mittel. Fotos, Illustrationen und Informationsgrafiken verleihen dem Geschäftsbericht einen besonderen Charakter. Das beginnt schon mit dem Format. Details wie Leinenrücken,  Fadenheftung und Lesebändchen vermitteln den Eindruck, ein Buch in den Händen zu halten. Druckveredelungen wie Goldprägungen und Farbschnitt steigern den gestalterisch hochwertigen Charakter. Lachsfarbenes Papier im Wirtschaftsteil schafft eine direkte Assoziation zur Finanzwelt und führt damit den Stil bis zur letzten Seite fort.

Anne-Kathrin Beyer: »Damit wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen bestehen können, müssen wir immer wieder neue Ideen entwickeln. Wir wollen anders sein als unsere Wettbewerber. Einfach besser. Das gilt auch für Kommunikation und Marketing. Als kreativer Sparringspartner steht uns dabei wirDesign zur Seite – sei es bei einer Anzeigenkampagne oder beim Geschäftsbericht. Schon die Markenattribute wurden gemeinsam entwickelt. Seit nunmehr elf Jahren arbeiten wir mit wirDesign erfolgreich zusammen und freuen uns schon auf die kommenden Projekte, bei denen wir wieder beweisen können, dass wir anders sind: Ehrlich, mutig, unkonventionell – einfach gut.«

Anne-Kathrin Beyer
ist seit 1999 Marketingleiterin bei den Städtischen Werken Magdeburg (SWM) und hat in dieser Funktion den Marketingbereich aufgebaut. Die SWM sind ein regional führendes und überregional erfolgreiches Energieversorgungsunternehmen in mehrheitlich kommunalem Besitz. Rund 700 Mitarbeiter erwirtschaften in den Bereichen Strom, Wärme, Wasser und Abwasser einen Jahresumsatz von mehr als 400 Millionen Euro.

 

3. Dezember 2013

Neues Erscheinungsbild für EEW Energy from Waste

Die Designzeitschrift NOVUM berichtet in ihrer Novemberausgabe über das neue Corporate Design, das wirDesign für Deutschlands führenden Abfallverbrenner entwickelt hat.

Erschienen in NOVUM 11/2013
www.novumnet.de

Das neue Erscheinungsbild war erforderlich geworden, da das Unternehmen seit März 2013 mit dem schwedischen Finanzinvestor EQT einen neuen Mehrheitsanteilseigner hat. Das weithin bekannte Corporate Design der bisherigen Konzernmutter E.ON wurde damit abgelöst. Dem CD-Prozess vorausgegangen war eine von wirDesign begleitete Repositionierung der Marke EEW.

26. November 2013

DAX-Firmen kombinieren ihre Berichte

Creative Director Thomas Norgall gibt im Handelsblatt Auskunft zum Trend-Thema »Integrated Reporting«.

Handelsblatt 25.11.2013, Nr. 227, S. 44
Von Thomas Mersch

EINBLICK
DAX-Firmen kombinieren ihre Berichte

Die Zahl der DAX-Unternehmen mit integrierter Berichterstattung steigt: Mit BASF, Deutscher Börse, Lanxess, SAP und ThyssenKrupp haben für das Geschäftsjahr 2012 schon fünf der im Aktienindex gelisteten Firmen Finanzdaten und Nachhaltigkeitskennzahlen in einem gemeinsamen Bericht zusammengefasst. Das ergab eine Analyse der Berliner Agentur wirDesign, die auf die Entwicklung von Unternehmensmarken spezialisiert ist. Diesen Schritt angekündigt habe zudem Bayer, sagt Thomas Norgall, Kreativdirektor bei wirDesign. Ein branchenübergreifendes Rahmenkonzept wolle im Dezember das International Integrated Reporting Council vorstellen. »Transparenz gegenüber Anlegern, Kunden und Geschäftspartnern prägen die Marke«, so Norgall. Er erwartet, dass integrierte Berichterstattung bis 2020 zum Standard im DAX wird. In Branchen wie dem Finanzsektor dauere die Umstellung auch deshalb länger, weil die Ermittlung der nötigen Zahlen besonders komplex sei.

30. Oktober 2013

Mitarbeiter als Akteure im Change Branding

»Change Branding« ist eine Methode, um alle Beteiligten wirkungsvoll in den Prozess einer Markenbildung einzubinden. Wesentliche Akteure nehmen hierbei frühzeitig die Funktion von Multiplikatoren und Botschaftern der Markenveränderung ein.

Newsletter IK im Fokus 4/2013 – Fachbeitrag von Michael Rösch
www.scmonline.de

Auszug aus dem Beitrag »Change Branding – Interne Kommunikation als Schlüssel zur erfolgreichen Markenimplementierung« im Fachbuch Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation | Band 2, das Mitte Dezember erscheint und unter scmonline.de vorbestellt werden kann.

Auch wenn Markenführung ein wesentlicher unternehmerischer Erfolgsfaktor ist und eine Großzahl von Unternehmenslenkern sie als absolut notwendig erachten, tun sich viele Unternehmen bei der Realisierung dieses Anspruchs schwer. Einen zentralen Erfolgsfaktor bilden hier in zunehmendem Maße die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es sind nicht die bunten Markenbotschaften, die allein das Bild der Marke prägen. Vor allem die Mitarbeiter leben die Unternehmensmarke und machen sie authentisch für die Kunden erlebbar. Das können positive oder negative Erlebnisse sein.

Mitarbeiter sind Markenbotschafter, ob sie wollen oder nicht

Welche hohe Bedeutung das markenkonforme Verhalten der Mitarbeiter einnimmt, zeigen die Ergebnisse der Studie von Tomczak/Henkel1. Ihnen zufolge wird der Markenerfolg eines Unternehmens nur zu 64 Prozent durch massenmediale Einflüsse und zu 32 Prozent durch das markenspezifische Verhalten der Mitarbeiter geprägt.

Geht man davon aus, dass Kunden ihre Informationen zu Produkten und Dienstleistungen durch eine umfangreiche Palette aus analogen und digitalen Touch-Points erhalten, ist eine Marke nur dann konsistent erlebbar, wenn die Mitarbeiter des Unternehmens markenkonform auftreten. Eine Unternehmensmarke verankert sich in den Köpfen ihrer Kunden besonders stark durch die Summe und Qualität der Erfahrungen im direkten Kontakt mit den Mitarbeitern des Unternehmens. Gerade diese Begegnungen bewirken emotionale Bindungen an die Marke bzw. das Unternehmen. Typische Beispiele dafür sind Verkaufs- oder Reklamationsgespräche sowie Messen. Mit der zunehmenden Anzahl von Touch-Points mit direktem Kundenkontakt steigt die markenprägende Wirkung der Mitarbeiter. Durch persönliche Kontakte zu Freunden und den neuen sozialen Medien wie Facebook und Twitter wird in diesem Umfeld jeder Social-Media-affine Mitarbeiter zum Markenbotschafter – ob er will oder nicht –, wenn auch mit unterschiedlich großem Einfluss und mit positiver oder negativer Auswirkung auf die Marke.

 

 

11. Oktober 2013

GEWOBAG veröffentlicht LOGBUCH

Erstmals gibt das Berliner Wohnungsunternehmen GEWOBAG ein Logbuch heraus. Unter dem Titel »Verantwortung übernehmen in Berlin« dokumentiert es das vielfältige soziale Engagement des landeseigenen Wohnungsunternehmens.

CP-Monitor, 01.10.2013
von Beatrice Monington-West

Das LOGBUCH nimmt seine Leser mit auf eine Tour durch die Stadt – nach Mitte, Kreuzberg, Schöneberg, Spandau und Tempelhof. In sechs Etappen zeigt die GEWOBAG, was sie unter integrierter sozialer Quartiersentwicklung versteht und welche Wirkung sie damit erzielt. Die Berliner Agentur wirDesign hat das textliche und gestalterische Konzept entworfen und die komplette Umsetzung verantwortet. 

Dem Konzept liegt eine ebenso ungewöhnliche wie nahe liegende Idee zugrunde: Vorstand, Geschäftsführer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich aufs Fahrrad gesetzt und sind in die Kieze, in die Quartiere, zu den Menschen gefahren. So wie die Logbücher der Seeleute Spalten für Messwerte und Raum für das Erlebte enthalten, so hat die GEWOBAG in ihrem Engagementbericht sowohl Kennzahlen zusammengetragen als auch die Geschehnisse und Geschichten rund um ausgewählte Projekte aufbereitet.

Diese sinnbildliche Radtour von Kiez zu Kiez soll die Präsenz der GEWOBAG vor Ort unterstreichen und bildet einen roten Faden, der alle Themen miteinander verbindet. Neu ist, das soziale Engagement eines Unternehmens in Form von Reportagen aufzuarbeiten. Das LOGBUCH soll viele Einblicke, aber auch Perspektiven geben und den Einsatz der GEWOBAG zeigen.

 

 

9. Oktober 2013

Integriert & interaktiv

»Smart Reporting« konzentriert sich auf das Wesentliche: die Stakeholder

Going Public Sonderbeilage »Geschäftsberichte & Trends 2013/2014«
www.goingpublic.de

Von Thomas Norgall, Creative Director, wirDesign communications AG

Eine Revolution hat das International Integrated Reporting Council (IIRC) nicht angezettelt. Nein, die Debatte um die Zusammenführung von Financials und Non-Financials ist vielmehr die konsequente Folge einer konvergenten Evolution von Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichterstattung. Denn beim Übergang zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung stoßen die traditionellen Steuerungs- und Reportingmodelle an ihre Grenzen.

Ein Nebeneinander von kapitalmarktorientierten Standards wie IFRS und dem auf Nachhaltigkeitsaspekte ausgerichteten GRI-Index schafft zwar größtmögliche Transparenz, aber in einem Umfang und Detaillierungsgrad, der den Blick auf das Wesentliche eher versperrt als fördert. Wer soll das überhaupt noch lesen? Die Formel Geschäftsbericht + Nachhaltigkeitsbericht = Integrated Reporting ist also nicht zielführend. Der Idee des Integrated Reporting liegt vielmehr eine enge Verknüpfung der Inhalte zugrunde. Im Idealfall zeigt es die Interdependenzen von Strategie, Geschäftsmodell, Unternehmensführung, finanzieller Leistungsfähigkeit sowie dem gesellschaftlichen und ökologischen Umfeld auf.

»Die Formel Geschäftsbericht + Nachhaltigkeitsbericht = Integrated Reporting ist nicht zielführend.«

Die Basis: Integrated Thinking
Den Silo-Ansatz der Informationserfassung und Berichterstattung lässt es hinter sich. Gefordert ist ein vernetztes Denken über Abteilungs- und Bereichsstrukturen hinweg – das Integrated Thinking. Accounting und Controlling, Nachhaltigkeit und Investor Relations, Strategie und Kommunikation, die bislang nur wenige oder zuweilen gar keine Schnittstellen hatten, müssen Informationen austauschen und auf wechselseitige Anforderungen reagieren. Sie sind konfrontiert mit der Aufgabe, eine gemeinsame Reportingstrategie zu entwickeln. Dabei wird deutlich: Das Integrated Reporting steht am Ende einer neu ausgerichteten Steuerung und Überwachung des Unternehmens. Lineare Strukturen weichen einem ganzheitlichen Modell der Erfassung, Aufbereitung und Kommentierung von Daten.

8. Oktober 2013

Über Gutes reden

Nachhaltigkeitsberichte sind ein wachsendes Geschäftsfeld für Kommunikationsdesigner. In Ausgabe 11/2013 beleuchtet die PAGE, wie man sie ebenso kreativ wie authentisch gestaltet. Creative Director Thomas Norgall von wirDesign spricht in dem Beitrag unter anderem über die zunehmende Bedeutung des Integrated Reporting am Beispiel des Unternehmensberichts für die Deutsche Börse.

Aus PAGE 11/2013
www.page-online.de

(...) Je wichtiger Nachhaltigkeit für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens wird, desto widersinniger erscheint es, zwei getrennte Berichte zu veröffentlichen. Daher diskutiert die Reportingszene derzeit über die Möglichkeit eines integrierten Berichts, der finanzielle und nicht finanzielle Kriterien umfasst. Der wesentliche Vorteil solch umfassender Reports liegt darin, dass sich die Wechselwirkungen zwischen den Bereichen einfacher darstellen lassen. (...)

Die breite Einführung solcher Berichte steht allerdings vor Hindernissen. Zum einen sind in den Konzernen entweder verschiedene Abteilungen für die Datenerhebung zuständig oder eine Abteilung bearbeitet die Berichte zeitversetzt. »Die größte Herausforderung besteht darin, die Abläufe und den Workflow so anzupassen, dass die Zahlen für beide Reports zeitgleich erhoben werden können«, sagt Thomas Norgall. Er setzte bei wirDesign einen kombinierten Bericht für die Deutsche Börse um, der in einem ausführlichen Imageteil Nachhaltigkeitsthemen behandelt – immerhin ein erster Schritt zum integrierten Reporting. Zum anderen sprengt die Kombination beider Berichte den Rahmen eines gedruckten Reports, will man sowohl den rechtlichen Anforderungen an einen Finanzbericht als auch den GRI-Indikatoren entsprechen.

 

Kombiniert
wirDesign für Deutsche Börse

In ihrem Unternehmensbericht 2012 integrierte die Deutsche Börse erstmals Informationen zu Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung, die bislang in einem eigenständigen CSR-Report erschienen. Sie sind hauptsächlich im Imageteil untergebracht, was eine Vorstufe zum komplett integrierten Reporting darstellt. Der Bericht wendet sich sowohl an Laien als auch an Finanzanalysten. Letztere finden dank einer Kerbe im Papierschnitt schnell zu dem für sie interessanten Zahlenteil. Die Gestaltung greift das kürzlich erfolgte Refresh des Corporate Designs. Auf. Milchig-transparente Kapiteltrenner und hochwertige Fotos sorgen für ein seriöses und ästhetisches Erscheinungsbild. Parallel rum rund 300-seitigen Printbericht gibt es eine Onlineversion, bei der Verlinkungen die Kombination von finanziellen und nicht finanziellen Informationen fördern.

(Nina Kirst)

 

 

19. Juni 2013

Eine globale Marke entsteht

Durch neue Dienstleistungen und Standorte ist die Welt für Kunden und Mitarbeiter der TÜV NORD GROUP komplexer geworden – die Geschäfte gehen längst über traditionelle TÜV-Kompetenzen hinaus. Eine neue Dachmarke soll jetzt Orientierung geben.

Veröffentlicht in MARKENARTIKEL 6/2013
Interview mit Siegfried Sielemann, TÜV NORD GROUP, und Andreas Viedt, wirDesign

 

MARKENARTIKEL: Am 4. April fanden mit der Eröffnung der Konzernzentrale der offizielle Launch des überarbeiteten Markenauftritts und die Einführung der Dachmarke TÜV NORD GROUP statt. Wie kam es dazu?

SIEGFRIED SIELEMANN: Zunächst war nur die Überarbeitung unserer Kernmarke TÜV NORD geplant. Es zeigte sich aber schnell, dass die Unternehmensstrategie neue Anforderungen an die Markenentwicklung und -führung stellt. Die wichtigste Frage war: Mit welchen Marken wollen wir zukünftig am Weltmarkt präsent sein? Wie können diese Marken die Ziele der Konzernstrategie unterstützen?

MARKENARTIKEL: Der Markenname passt also nicht mehr?

SIELEMANN: Unser Angebot ist inzwischen viel größer als die traditionelle Marke TÜV NORD mit Prüfungen und Inspektionen. Wir sind mehr und mehr Technologieberater. DMT repräsentiert Explorationen kilometerweit unter der Erde, Alter Technology steht für Kompetenz in der Satellitentechnik. Dieser unternehmensstrategisch gewollten Ausrichtung musste der Markenprozess Rechnung tragen.

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19. April 2013

Vom Führen, Feiern und Vertrauen

Great Place to Work – Der Tagesspiegel präsentiert die »Besten Arbeitgeber in Berlin-Brandenburg 2013«. Ein guter Arbeitsplatz ist keine Frage von Geld oder Größe – das zeigen die drei Gewinner in der Kategorie »Kleinunternehmen«

Erschienen im TAGESSPIEGEL, Ausgabe Sonntag, 14. April 2013

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Was macht eine gute Arbeitsplatzkultur aus? Diese Frage beschäftigt auch das zweitplatzierte Kleinunternehmen, die wirDesign GmbH. Zu den Schwerpunkten der Agentur gehören die Pflege von Unternehmensmarken und die Konzeption von Geschäfts- und Jahresberichten. Florian Breßler ist Geschäftsführender Gesellschafter und auch für den Personalbereich zuständig. Er legt Wert auf flache Hierarchien – und hat in der letzten Zeit festgestellt, dass Bewerber zunehmend nach flexiblen Arbeitszeiten, Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten fragen. »Und das sind keineswegs nur Menschen aus der sogenannten GenerationY.«

Weiterbildungsangebote macht das Unternehmen alle zwei Wochen im Rahmen der »wirDesign Akademie«: Mitarbeiter oder Angehörige der Geschäftsführung halten an jedem zweiten Donnerstag in Berlin beziehungsweise Braunschweig kurze Vorträge zu ganz verschiedenen Themen – zum Beispiel neuen Technologien –, die dann per Videokonferenz an den jeweils anderen Standort übertragen werden. Um sich als »Markenpfleger« auch über den Kern des eigenen Unternehmens im Klaren zu sein, hat die Agentur 2011 einen sogenannten Schatzsuchertag veranstaltet, bei dem die Beschäftigten über ihre Firma und künftige Ziele nachgedacht haben. »Wir wollten aber auch etwas für die Teamstruktur tun«, erklärt Florian Breßler eine weitere Zutat der Arbeitnehmerzufriedenheit, um die ihn sicher viele andere Unternehmen beneiden: Jeder Teamleiter erhält ein eigenes kleines Budget, um in seiner Abteilung Erfolge feiern zu können – oder mit den Kollegen nach der Arbeit noch auf ein Getränk und Gespräch in die Kneipe zu gehen.

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11. März 2013

Hollywood lässt grüßen – bei wirDesign

Der Corporate Publishing Newsletter CP Watch der Deutschen Post liefert exklusive News, Fakten und Innovationen aus dem Corporate Publishing Markt. In der Ausgabe KW 10 wird wirDesign als eine der führenden Reporting-Agenturen vorgestellt.

Erschienen im CP Watch Newsletter KW 10

 

»GRÖSSE. Eine Produktion der Städtischen Werke Magdeburg.« Klingt wie ein Film, ist aber ein Geschäftsbericht. Einer von der überraschenden Sorte. Die Agentur wirDesign hat ihn konzipiert und die Magdeburger davon überzeugt, ihn auch so umzusetzen.

Das Titelbild erinnert an das Filmplakat von »Ben Hur«. Die drei Geschäftsführer haben mit ihren Sonnenbrillen und der lässigen Körperhaltung eine gewisse Ähnlichkeit mit den »Blues Brothers«. Und so geht es weiter. Sämtliche Beiträge über die Aktivitäten des Herausgebers sind mit ganzseitigen Illustrationen versehen, die Plakate berühmter Blockbuster zitieren. In dem Beitrag »Vom Winde gedreht« geht es um Windkraftanlagen, während »G.F. – Gute Freunde« nicht einen faltigen kleinen Außerirdischen zum Thema hat, sondern die Partnerschaft mit den Stadtwerken Stendal. Und in Anlehnung an den Jules-Verne-Klassiker beschreibt der Artikel »20.000 Helfer in jedem Liter Wasser« die Leistungen einer Kläranlage.

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Copyright © wirDesign 2015