ReportingNews #47 | November 2017

Zahl des Monats: 940.000 Euro

 

So hoch ist die Summe, die eine/r der Auserwählten erhält, die sich alljährlich im Herbst zu den neuen Nobelpreisgewinnern zählen dürfen. Die diesjährige Auszeichnung in der Kategorie Wirtschaft ging an den US-Ökonom Richard H. Thaler. Nicht nur mit dem Kopf, sondern auch größtenteils mit dem Bauch, so treffen wir Menschen auch vermeintlich rationale Wirtschaftsentscheidungen.

Diese nicht ganz unbekannte These hat Thaler „als Brückenbauer zwischen Ökonomie und Psychologie" in zahlreichen Experimenten bewiesen, Beispiel Aktienmarkt: Das Auf und Ab an der Börse kann bei ausschließlich rationaler Betrachtung jedem Anleger egal sein, wenn langfristig die Kurse steigen. Mit seinen Experimenten hat der Preisträger aber nachgewiesen, dass der Ärger der Anleger über zwischenzeitliche Kursverluste viel größer ist, als die Freude über zwischenzeitliche Kursgewinne. Dadurch steigen die Anleger zu früh aus oder eben gar nicht erst ein.

Auch in weiteren Versuchen seiner fast 40jahrigen Forschungstätigkeit belegte Thaler: in wirtschaftlichen Dingen und Entscheidungslagen gleichen wir eher einem Homer Simpson als dem vielbeschworenen Homo Oekonomicus. Passend dazu kommentierte der Verhaltensökonom seine Auszeichnung u.a. wie folgt: „Ich werde versuch, das Preisgeld so unvernünftig wie möglich auszugeben."

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