ReportingNews #65 | Juli 2020

Rückblick Geschäftsberichte-Symposium Zürich: Impact und mehr

 

Vor gut drei Wochen fand das 11. Geschäftsberichte-Symposium des Center for Corporate Reporting (CCR) unter dem Titel »Impact – nothing else matters« in Zürich statt. Ja, Zürich. Dort stand, wie gewohnt, die Technik, aber natürlich wurde, Corona-bedingt online in alle Welt gesendet. Das hat sehr gut funktioniert, auch wenn es schon allein wegen der zauberhaften Location hoch über dem malerischen Zürichsee ein Verlust war, sich dort nicht persönlich zum Austausch bei Wasser und Wein auf der Sonnenterasse treffen zu können.

Andererseits hätte sicherlich der eine oder die andere der 300 Teilnehmenden die »analoge« Anreise in die Schweiz gescheut. Mit rund zehn Vorträgen war der Nachmittag gut gefüllt und online war das genau die richtige »Dosis«.

Impact ist das Einzige, was zählt

Unter dieser Headline wurde nahezu vollständig in Englisch referiert und diskutiert. Der Akzent einiger Vortragenden war durchaus eine – meistens nette – Herausforderung für uns Zuhörer. Drei Vorträge haben uns besonders gefallen:

Hans Plog van Amstel, CFO von Adecco legte mit seinem Vortrag »Profit follows purpose« die Grundlagen für das, was wir unter nachhaltigem Impact verstehen sollten. »The license to operate is not longer just given by maximising profit« führte er aus. »Profit follows (purpose), but never leads.« Und einen weiteren schönen Merksatz prägte er noch: »Millenials cannnot wait until the end of the month.« Und spielte damit auf die Notwendigkeit an, seine Zahlen und KPIs heute möglichst immer aktuell und ad hoc zur Hand zu haben.

Adrian de Groot Ruiz, Executive Director des Impact Institute erklärte in seiner Präsentation »Impact ist the new bottom line« wirklich gut, was hinter diesem Begriff steckt: »Impact is the practical difference one makes in the world by having an effect on the things valued in society.«

Und weiter legte de Groot Ruiz vier Punkte fest, die Unternehmen unter dieser Perspektive erfolgreich machen:

1) Create value for investors, short-term and long-term
2) Create net value for each other stakeholder, including clients, employees and communities
3) Do no harm by respecting of its stakeholders and avoid imposing external costs
4) Contribute to sustainable development in line with the UN´s SDGs.

Prof. Dr. Christian Hoffmann, Communication Management, Universität Leipzig arbeitete in seinem Vortrag mit dem eigentlich schon alles sagendem Titel »Online ist keine Strategie« noch einmal sehr nachvollziehbar die unterschiedliche Interessenslage der Kapitalmarktprofis und der weiteren Stakeholder bezüglich Aufbereitung und Ausgestaltung der Geschäftsberichte heraus. Puristisch, pragmatisch-praktisch für die einen, gerne bildhaft und illustrativ oder erzählend für die anderen. Auch wenn wir das größtenteils natürlich längst ahnten, war es doch gut, das noch einmal so deutlich vor Augen geführt zu bekommen.

Wer sich einen vollständigen Kurzüberblick über die meist sehr interessanten Referate des Symposiums verschaffen möchte, ist mit diesem neunminütigen Video von MDD, Schweiz gut bedient:

https://info.mdd.ch/gbs2020

 

 

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