ReportingNews #53 | September 2018

»Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.«

Autorenbeitrag von Norbert Gabrysch, Vorstand wirDesign

Der Geschäftsbericht hat in den letzten Jahren einen tiefgreifenden Wandel vollzogen: Es gibt ihn nicht mehr, den vorbildlichen, einzigen Königsweg, den »Over-all-Sieger« in aufwendig und kompetent jurierten Wettbewerben. Die Geschäftsberichtslandschaft ist äußerst vielfältig geworden und die Bedeutung der Berichte wird in der heutigen IR-Praxis sehr unterschiedlich interpretiert. Das obige Zitat kann als weitere Perspektive in der lebhaften Diskussion um den Stellenwert des Mediums dienen.

Rückblickend gab es durchaus wahrnehmbare Zäsuren. Als ein Beispiel mag die Entwicklung der Geschäftsberichte der Siemens AG gelten: Wurden sie – noch vorwiegend printorientiert – über die Jahre immer umfangreicher und aufwendiger, schlug 2016 das Pendel weit zurück in die Gegenrichtung und die Münchener reduzierten sich und ihren Report absolut funktional und sparsam auf einen puristischen Finanzbericht, der auf jegliches Beiwerk oder schmückende Repräsentation verzichtete. Nicht wenige IR-Abteilungen sind diesem Beispiel mittlerweile gefolgt. Genauso weiterentwickelt hat sich aber auch die »opulente« Seite der Reports und Berichte, egal ob Print oder online, die u. a das Medium als Plattform oder Hub für die vielfältigsten Informationen über das Unternehmen und seine Aktivitäten nutzt.

Zwischen diesen beiden Polen bewegen wir uns heute, wenn die Diskussion oder Entscheidung über die Ausrichtung der kommenden Geschäftsberichte ansteht. Hier gibt es kein einfaches »Hopp oder Top«, die Betrachtung der gesamten Konstellation der Unternehmenskommunikation ist dabei hilfreich: Welches sind unsere wesentlichen Botschaften und Messages an unsere Stakeholder, welche Kanäle und Medien nutzen wir dafür und welchen Stellenwert kann oder soll unser Geschäftsbericht in diesem Orchester der Möglichkeiten einnehmen? Die 1. Geige oder mehr das sehr fokussierte Finanzmarkt-orientierte Grundrauschen im Hintergrund? Oder eine Zwischenform beider Extreme?

Mit der medialen Vielfalt hat sich auch die Vielfalt der Geschäftsberichtsvarianten noch vergrößert. Die Fragestellung »Online-first? Print-first? PDF-first?« wird nicht selten zusätzlich mit der Fragestellung kombiniert: Wie verträgt sich das mit einem Redaktionssystem? Denn auf die organisatorische und hilfreiche Unterstützung durch ein solches Tool wollen immer weniger IR- und Kommunikations-Abteilungen oder ihre Dienstleister verzichten.

Gibt es, trotz dieser Vielzahl unterschiedlichster Optionen, dennoch eine verbindende Leitlinie bei der Gestaltung Ihres kommenden Berichtes? Ja! Aus unserer Sicht ist das, neben dem wirtschaftlichen Rückblick, eine deutliche Formulierung der Zukunftsaussichten des Unternehmens. In Wort oder Bild. Online oder Print. Siehe auch Zitat oben. Es stammt übrigens von Albert Einstein.

Im aktuellen GoingPublic Special »Geschäftsberichte & Trends 2018/19«: Vision. Value. Viral. Nicht die Vergangenheit, die Zukunft zählt.

Lesen Sie den ganzen Expertenbeitrag von Norbert Gabrysch und Thorsten Greinus im

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