ReportingNews #63 | Mai 2020

Auch das bewirkt Corona: Ein klares Nachhaltigkeitsprofil wird noch wichtiger

 

Die weltweite Corona-Krise verändert nicht nur unser Zusammenleben, die Wirtschaft und unsere Arbeitswelt: Sie wird auch weiterhin zu einer veränderten und neuen Bewertung der Aktivitäten von Unternehmen und Konzernen führen, ihrer gesellschaftlichen Relevanz, ihrer Mission und Haltung. Morgen werden andere Werte wichtiger sein als vor der Krise. Ob Unternehmen als »good citizen« von der Gesellschaft, den Stakeholdern und den Investoren Anerkennung erfahren, hängt noch mehr von einer klaren Nachhaltigkeitspolitik ab. Um künftig richtig wahrgenommen zu werden, bedarf es eines klaren Nachhaltigkeitsprofils.

 

Es ist kein Geheimnis, dass rund die Hälfte aller professionellen Investoren in Europa, Kanada und Australien schon heute (auch) nach Nachhaltigkeitskriterien investieren, selbst in Trumps USA nimmt diese Tendenz deutlich zu. Pseudo-Aktivitäten in diesem Bereich überzeugen längst nicht mehr. Allerdings macht es auch keinen Sinn, in das Thema Nachhaltigkeit zu investieren, wenn diese beträchtlichen Investitionen von nur wenigen bemerkt oder von den Investoren nicht nachvollzogen oder verstanden werden können.

Unternehmen brauchen ein klares Nachhaltigkeitsprofil
Um die eigenen Aktivitäten und Anstrengungen sichtbar zu machen, braucht es wie immer ein klares Profil. Mit dieser speziellen Perspektive bedeutet das die Notwendigkeit eines klaren Nachhaltigkeitsprofils. Und eine ebenso klare und abgestimmte Nachhaltigkeitskommunikation, in die alle Abteilungen des Unternehmens integriert sind. Unternehmen müssen in erster Linie wissen, nach welchen Nachhaltigkeitskriterien potenzielle Investoren entscheiden und wer auf dieser Seite die (teils neuen) Entscheider sind. Nur so können die relevanten Botschaften an die richtigen Adressaten gesendet werden. Nachhaltigkeit sollte zum festen Bestandteil einer ganzheitlichen Unternehmensstrategie werden und zum festen Teil einer Gesamtkommunikationsstrategie. Der Worst Case und leider noch viel zu häufig anzutreffen: die Erstellung von Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht als zwei strikt voneinander getrennten Publikationen, die wenig miteinander zu tun haben, aus zwei Abteilungen, die wenig miteinander reden.

 

Eine interessante Studie zum Thema, wie Nachhaltigkeitskommunikation wertschöpfend optimiert werden kann, veröffentlichte bereits im Februar dieses Jahres die Kommunikationsberatung Hering Schuppener. Im Fokus stand die Analyse der Nachhaltigkeitskommunikation der DAX-30-Unternehmen:

Zum Beitrag von Hering Schuppener:

Erfolgsfaktor Nachhaltigkeitsprofil – Wie Unternehmen die steigenden Erwartungen der Investoren erfüllen.

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